In meinem Film bin ich Gott und stehe über Hitler

Januar 16, 2007

Der Film von Dani Levy “Mein Führer. Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler.” löst eine kontroverse Debatte über die Frage aus: darf man über Hitler lachen? Der Regisseur und Drehbuchautor Dani Levy, zunächst der Verharmlosung des Naziterrors unverdächtig, da selbst Jude äußert sich in einem Zeitinterview so, dass dieser Film Ausdruck seines Traums sei: “Ich könnte für dieses eine Mal die Regeln des nationalsozialismus bestimmen, ich könnte mit subversiver Fantasie in die Geschichte eingreifen, ich
schriebe den Nazis die Texte und lieferte sie ans Messer.”

Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland zeigt deutlich weniger Vorstellungsvermögen, Hitler „sei kein putziger Räuber Hotzenplotz“ Henryk M. Broder bemerkt im Spiegel „Dass der größte Feldherr aller Zeiten in der Badewanne Schiffchen versenken mit sich selbst spielt und dabei absäuft, ist auch nur bedingt komisch und trägt wenig zur Entdämonisierung der Person bei. Ganz anders sieht das der Intendant des WDR Fritz Pleitgen: „Nach den kontroversen Vorbesprechungen in der Presse habe ich mir den Film mit besonderer Aufmerksamkeit angesehen. Mein Urteil: Dani Levy ist das Wagnis gelungen. Wir haben uns im WDR in vielen Sendungen mit Hitler auseinandergesetzt, aber nie auf diese Art und Weise. Dani Levy hat es geschafft, auf gnadenlos parodistische Art und Weise das Nazi-System zu entlarven.

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